Aufs Kranzhorn mit dem Kinderwagen

Kranzhorn Alm von obenTrotz der eher bescheidenen Höhe von 1367 m ist das Kranzhorn ein in vielerlei Hinsicht beeindruckender Berg. Zwei Gipfelkreuze, eine tolle Hütte mit Spielplatz, Tieren und Tümpel und die fantastische Aussicht bleiben lange in der Erinnerung.

GPS-Track Kranzhorn (.gpx)
Während die Schutzhütte Kranzhorn mit dem (geländegängigen) Kinderwagen gut zu erreichen ist, sind die letzten 20 Minuten bis zum Gipfel steiler und holpriger und erfordern am Schluss Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

Der Parkplatz (2€ Gebühr) ist über die Inntalautobahn schnell zu erreichen, von Sachrang aus kann man über kleinere Straßen hinfahren. Bei schönem Wetter am Wochenende ist er schnell voll, man sollte nicht zu spät ankommen. Am Anfang des Parkplatzes ist ein Weg links in den Wald beschildert, das ist ein schattigerer Aufstieg auf schmalen Pfaden über die Bubenau-Alm. Wir nehmen den Forstweg, der am Ende des Parkplatzes schon bald aus dem Wald herausführt und sanft ansteigt, vorbei an der Hintermoar Alm, wo man Schweine beobachten und Bio-Almkäse aus eigener Herstellung kaufen kann. Die Qualität des Weges bleibt so bis zur Hütte. Ein paar Minuten weiter wartet ein hölzernes Männlein und auf einer Tafel steht die Sage von der gefiederten Kröte, die der Rabe Ferdinand vom Ferienland erzählt. Bis zu einer ersten Kehre nach links haben wir den Kitzstein im Blick, Kühe beobachten den hier bei schönem Wetter stattfindenden “Almauftrieb”. Wir sind etwa eine halbe Stunde unterwegs.

Der Weg wird deutlich steiler, einige Kehren führen uns durch den Wald, bevor wir nach einer weiteren halben Stunde die Schindlau Alm mit einer aussichtsreichen Bank davor erreichen. In der nächsten Kurve dann liegt ein großer Felsen, der von den Kleinen gern bestiegen wird. Nun geht es noch eine knappe halbe Stunde bergauf, aber nach einem kleinen Stück durch den Wald kommt schon die ersehnte Hütte in Sicht. Für Kinder ist das hier ein Paradies, dementsprechend viel ist hier los. Ein Ziegengehege und eine Hasenalm, daneben der Kinder-Stammtisch, ein alter Traktor, Klettergerüst und Spielhäuschen, ein Fussballtor, ein Tümpel, eine Kletterwand und ein Kletterfelsen mit Rutsche, ein Karussell und Schaukeln, dazu leckere Jausen und Getränke - eine halbe Stunde Pause reicht hier nicht aus. In einem Nebengebäude befinden sich neben dem Toiletten (WC ist irreführend, es sind Plumpsklos) ein Wickeltisch und ein paar Schlafplätze.

Von der Alm aus sieht man ein “kleines” Gipfelkreuz, welches noch leicht zu erreichen ist und schon eine schöne Aussicht nach Süden in Richtung Inntal und Kaisergebirge eröffnet. Wir wollen aber zum richtigen Gipfel, was nur ohne Kinderwagen und mit Trittsicherheit möglich ist. Der Aufstieg dauert etwa 20 Minuten und ist nicht zu verfehlen. Überwiegend geht es über Stufen steil bergauf, kurz vor dem Gipfel etwas durch den Wald, wo man zur Kranzhorn Kapelle abzweigen kann. Ein schmaler Grat gesichert durch ein Drahtseil führt zu den beiden Gipfelkreuzen, das bayerische glänzt golden und silbern in der Sonne, das tiroler Kreuz bietet die schönere Aussicht über das Inntal. Achtung: Absturzgefahr! Auf Kinder gut aufpassen, ggf. mit Seil sichern!

Auf dem gleichen Weg geht es dann zurück, wer keinen Kinderwagen dabei hat, kann auch über die Bubenau Alm absteigen, der Weg ist von der Schutzhütte aus beschildert.

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